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  • B. Hinz

Frühlingserwachen


So kannst Du im Frühjahr den Tieren optimal helfen:


1. Füttere Vögel


Vögel sollten nicht nur im kalten Winter gefüttert werden, wenn die Nahrungssuche durch die Schneedecken erschwert wird. Im Frühling benötigen Vögel während der Nistzeit jede Menge Energie. Betonierte Gärten und Industriegebiete schränken das Futterangebot jedoch stark ein, sodass eine Zufütterung im Frühling sehr willkommen ist.


Achte beim Füttern aber unbedingt auf das richtige Futterangebot. Die unterschiedlichen Vogelarten haben unterschiedliche Bedürfnisse, was die Auswahl des Futters und den Fütterungsplatz angeht. Zudem solltest Du am besten Futter in Bioqualität kaufen – nicht nur für die Gesundheit der Vögel, sondern auch, damit keine schädlichen Umweltgifte in Umlauf kommen. Auch freuen sich Vögel über kleine Wassertränken zum Trinken und Baden.


2. Versorge schwache Hummeln und Bienen


Wenn Du eine schwache Hummel oder Biene auf dem Boden siehst, die nicht mehr weiterfliegen kann, gebe ihr einen kleinen Energieschub: Eine Wasser-Zucker-Lösung. Platziere einfach ein paar Tropfen vor dem Tier. Du wirst sehen: Die Hummel streckt schnell ihren Rüssel aus und trinkt. Und schon nach kurzer Zeit ist sie wieder zum Abflug bereit. Man kann auch eine Pipettenflasche oder eine neue Spritze aus der Apotheke besorgen und diese mit Zuckerwasser füllen. So kannst Du auch unterwegs Bienen helfen.


3. Nimm Deinen Hund an die Leine


Im Wald tummeln sich gerade jetzt viele Jungtiere. Auch wenn Dein Hund sonst im Wald nicht wildern geht, findet er die vielen Gerüche zu dieser Jahreszeit vielleicht spannender. Und auch mit der Schleppleine ist Vorsicht geboten – Kaninchenbabys, Bodenbrüter oder andere Tiere können neben dem Waldweg im Dickicht oder im Gras liegen und ein schneller Sprung des Hundes genügt. Dass man im Wald lieber auf den Wegen bleiben sollte, versteht sich von selbst. Zudem besteht in Wachtberg sowieso Leinenpflicht.


4. Hebe Hundehaare für Vögel auf


Falls Du einen Hund mit viel Unterwolle hast, stelle die Haare den Vögeln zur Verfügung. Sie kleiden damit ihr Nest kuschlig aus. Besonders lange, drahtige Haare können den Vogelbabys allerdings gefährlich werden. Auch Nistkästen kannst Du natürlich jetzt noch anbringen.


5. Räume den Garten noch nicht auf


Solltest Du einen Garten haben, dann richte ihn nicht zu ordentlich her:

Was Du jetzt langsam von den Beeten räumst oder abschneidest, solltest Du noch nicht auf den Kompost werfen oder schreddern, denn es könnten noch Schmetterlingspuppen schlüpfen. Also einfach in einer Ecke lagern – über einen Totholzhaufen freuen sich zahlreiche Insekten.

Und bitte vertikutiere den Rasen nicht: Vögel verwenden das Moos zum Nestbau.

Sollten Du noch Laub wegräumen wollen, dann verwende bitte hierfür keinen Laubbläser, denn dieser tötet Insekten und verunreinigt die Luft. Also lieber ein kleines Workout mit dem Rechen.

Säen Bienen-Mischungen aus, die es mittlerweile überall zu kaufen gibt. So eine Bienenwiese ist nicht nur wunderschön anzusehen, sie bietet Insekten – und damit auch Igeln und anderen Kleintieren – eine Lebensgrundlage, was viele Zuchtblumen nicht leisten können. Selbst ein Blumenkasten auf dem Balkon wirkt bereits wahre Wunder.


6. Trage Spinnen ins Freie


Gerade verirren sich immer wieder Spinnen oder andere Kleintiere in die Wohnung. Wie immer gilt: Hole am besten ein Glas und eine Postkarte, setzen Sie das Glas vorsichtig über das Tier und schiebe das Papier darunter. Dann kannst Du die Krabbler problemlos nach draußen bringen.


7. Hilf Igeln auf Nahrungssuche


Falls Du einen Garten hast und jetzt Besuch von einem Igel bekommst, kannst Du ihm mit Nahrung und Wasser aushelfen. Denn die Tiere haben während des Winterschlafs durchschnittlich 30 Prozent ihres Körpergewichts verloren und sind jetzt stark geschwächt. Mit einem kleinen Wasserschälchen und etwas Nahrung kannst Du den Tieren durch diese schwierige Phase helfen. Informiere Dich unbedingt vorher über die richtige Ernährung für Igel!


Wir wünschen euch einen wunderschönen Frühling.


Eurer Tierschutzverein Wachtberg e.V.



Text: peta, Foto: B. Hinz



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